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August 8, 2026
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P: AI Image Editing

  • August 8, 2026
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Praktisches Beispiel: Dieser Workflow funktioniert mit ChatGPT bereits heute

Interessant ist, dass ich einen großen Teil dieses Workflows bereits heute gemeinsam mit ChatGPT nutze.

Ich fotografiere häufig sehr viele Bilder einer Situation. Anschließend zeige ich ChatGPT mehrere ähnliche Aufnahmen. Gemeinsam wählen wir aus, welches Bild bleiben soll und welche Aufnahmen aussortiert werden können. Dabei geht es nicht nur um technische Schärfe, sondern beispielsweise auch um Gesichtsausdruck, den richtigen Moment, Bildaufbau, störende Elemente und die allgemeine Wirkung des Fotos.

Danach zeige ich das ausgewählte Foto in Lightroom. ChatGPT analysiert es und schlägt mir konkrete Einstellungen für Belichtung, Kontrast, Lichter, Tiefen, Weiß, Schwarz, Temperatur, Dynamik, Sättigung usw. vor. Nach meiner Bearbeitung zeige ich das Ergebnis erneut und wir entscheiden gemeinsam, ob noch Änderungen oder lokale Masken sinnvoll sind. Bei störenden Personen oder Gegenständen wechsle ich anschließend gegebenenfalls zu Photoshop.

Das funktioniert erstaunlich gut – ist momentan aber sehr umständlich. Ich muss Screenshots erstellen, sie ChatGPT zeigen, die vorgeschlagenen Werte lesen und anschließend jeden Regler in Lightroom selbst einstellen. Danach folgt häufig wieder ein Screenshot zur Kontrolle. Bei Hunderten oder Tausenden Fotos kostet dieser Wechsel zwischen KI und Lightroom sehr viel Zeit.

Genau deshalb wäre eine direkte Integration so interessant: Die Intelligenz und der Dialog sind bereits vorhanden – es fehlt die direkte Verbindung zu den Lightroom-Werkzeugen.

Ich würde mir wünschen, innerhalb von Lightroom beispielsweise sagen zu können:

„Vergleiche diese zehn Aufnahmen und markiere die drei besten.“

„Welche davon würdest du löschen und warum?“

„Entwickle das ausgewählte Bild natürlich, etwas wärmer und mit schönen Hauttönen.“

„Das ist mir zu gelb. Mach es etwas neutraler.“

„Die Personen sind noch zu dunkel. Erstelle eine Personenmaske und gleiche sie dezent an.“

„Übertrage diesen Stil auf die restliche Serie, passe aber jedes Foto individuell an.“

Die KI sollte daraufhin direkt die Lightroom-Einstellungen verändern, statt mir lediglich zu erklären, welche Regler ich selbst bewegen muss. Alle Änderungen sollten weiterhin vollständig sichtbar, nicht-destruktiv und jederzeit korrigierbar bleiben.

Noch spannender wäre es, wenn Lightroom aus diesem Dialog lernen könnte. Wenn ich beispielsweise häufig sage „zu gelb“, „Gesichter etwas heller“, „weniger Sättigung“ oder bei der Bildauswahl bestimmte Aufnahmen bevorzuge, könnte sich nach und nach mein persönlicher Bearbeitungs- und Auswahlstil entwickeln.

Damit würde Lightroom nicht einfach eine weitere automatische Bildoptimierung bekommen. Es wäre vielmehr ein persönlicher fotografischer Assistent, mit dem man sprechen kann und der gleichzeitig direkten Zugriff auf die vorhandenen professionellen Lightroom-Werkzeuge besitzt.

Mein Wunsch wäre letztlich sehr einfach: Ich möchte möglichst viel Zeit mit Fotografieren verbringen und möglichst wenig Zeit mit dem Abarbeiten von Tausenden Bildern am Computer. Die kreative Entscheidung möchte ich behalten – die repetitive Arbeit darf die KI gerne übernehmen.