Choppy/stuttering preview playback on 10-bit 4:2:2 All-Intra footage when using Speed/Duration for slow motion (50%) — Export/Render unaffected
Zusammenfassung:
Preview-Wiedergabe ruckelt stark bei 50%-Zeitlupe (Frame Sampling) auf 10-bit 4:2:2 All-Intra-Material, obwohl Export und lokales Rendering einwandfrei flüssig sind. Proxys, GPU-Beschleunigung und schnelle Storage-Lösungen ändern nichts am Verhalten. Bemerkenswert, da All-Intra (jedes Frame unabhängig, kein GOP-Referenz-Overhead) decoder-technisch eigentlich einfacher zu handhaben sein sollte als Long-GOP-Codecs.
Quellmaterial:
- Codec: H.264, 10-bit, 4:2:2, All-Intra
- Auflösung: 4096×2160 (C4K)
- Framerate: 50fps (konstant, bestätigt via Frame-Count/Dauer-Berechnung, kein VFR)
- Bitrate: ~600 Mbps
- Farbraum: Rec. 709
- Sequenz: 25fps Timeline
Workflow:
- Clip in 25fps-Sequenz einfügen
- Speed/Duration auf 50% setzen (Time Interpolation: Frame Sampling, Standard)
- Preview abspielen → deutliches Ruckeln, wirkt wie ~12,5fps statt sauberem 25fps
Bereits ausgeschlossene Ursachen:
- ✅ Framerate-Interpretation korrekt (Interpret Footage zeigt korrekt "50,0000 fps aus Datei")
- ✅ Kein VFR (Variable Frame Rate) – Frame-Count/Dauer-Verhältnis bestätigt exakt 50,00fps konstant
- ✅ GPU-Beschleunigung (Mercury Playback Engine / CUDA) aktiv
- ✅ Proxy-Workflow getestet (ProRes Proxy, korrekt verknüpft, korrekte Framerate im Proxy)
- ✅ Storage-Performance ausgeschlossen: Getestet auf interner NVMe-SSD (72 MB/s Random-Read Q1T1), interner SATA-SSD (34 MB/s) und externer USB-SSD (15 MB/s) – Ruckeln identisch auf allen drei, unabhängig von Random-Read-Geschwindigkeit
- ✅ Media-Cache geleert, Voreinstellungen zurückgesetzt (Alt+Shift beim Start) – kein Unterschied
- ✅ Playback-Auflösung auf 1/4 reduziert – Ruckeln bleibt bestehen
- ✅ Codec ist All-Intra, nicht Long-GOP – schließt GOP-Referenz-Overhead als Ursache aus
Entscheidender Befund:
- Export der Sequenz: komplett glatt, keine Frame-Drops
- Manuelles Rendern des Timeline-Bereichs (Sequenz → Render Selection / Enter): danach läuft Preview perfekt smooth
- Nur die Echtzeit-Preview vor dem Rendern ist betroffen
Schlussfolgerung:
Das deutet stark darauf hin, dass es sich nicht um ein reines Hardware-/Performance-Problem oder eine Codec-Struktur-Eigenheit (All-Intra sollte decoder-technisch unproblematisch sein) handelt, sondern um eine Ineffizienz in der Art, wie die Premiere-Preview-Engine beim Frame-Sampling-Zugriffsmuster (Frame-Wiederholung für Slow-Motion) mit High-Bitrate 10-bit 4:2:2 Material umgeht – im Gegensatz zur sequenziellen Dekodierung bei normaler Wiedergabe oder beim finalen Rendering.
System:
i5 13600KF, Nvidia RTX4070, 32GB RAM, 1TB NVMe, 2TB SSD Extreme portable
Frage an Adobe:
Ist dies ein bekanntes Verhalten/bekannter Bug der aktuellen Preview-Engine bei diesem Codec/Zugriffsmuster? Gibt es einen Fix außer permanentem Vorrendern?
