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maritamm
Participant
May 26, 2019
Answered

Lizenzen nachweisen für Kunden

  • May 26, 2019
  • 3 replies
  • 5388 views

Sehr geehrtes Adobe-Team,

ich habe ein sehr wichtige Frage bezüglich der erworbenen Lizenzen.

Über ein separaten Account haben wir ein Abo mit dem wir ca. 750 Bilder im Monat lizenzieren können.

Die gekauften/lizenzierten Bilder verwenden wir für die Erstellung von Kundenwebseiten. Hauptsächlich kaufen wir die Bilder mit der Standardlizenz, da wir die Bilder nur auf Internetseiten einsetzen (Editiorial und Premium verwenden wir nicht). Laut AGB und Lizenzvereinbarungen dürfen wir die Bilder ja auch im Kundenauftrag kaufen und für die Internetseiten nutzen.

Jetzt kommt es leider vermehrt vor, dass unsere Kunden Abmahnungen bekommen, da Sie angeblich keine Lizenz besitzen

(wir stehen als Firma auch Impressum, für die Erstellung der Webseite).

Wie können wir unseren Kunden als Beweis, den Lizenznachweis zu kommen lassen? In den Rechnung ist keine Auflistung der erworbenen Bilder. Unter dem Bereich Gekaufte Dateien, habe ich meine Auflistung, aber kann daraus auch nichts für den Kunden exportieren.

Der telefonische Support konnte mir die Frage nicht beantworten. Wir werden ja wahrscheinlich nicht die einzigen sein, mit diesem Problem.

Ich bitte um schnelle Beantwortung, vielen Dank!!!!!

    Correct answer Miralila

    Als Agentur sind wir inzwischen mehrfach mit Abmahnungen von Copytrack, Commonwealth Legal Services oder ähnlichen Dienstleistern konfrontiert worden. Diese Schreiben sind vor allem eines: lästig. Oft geht es um Bildlizenzen, die wir rechtmäßig erworben haben – nur liegt der Kauf schon Jahre zurück und der Nachweis ist nicht mehr direkt zur Hand.

    In vielen unserer Fälle stammten die Bilder noch aus der Zeit von Fotolia. Fotolia wurde längst von Adobe Stock übernommen, die alte Plattform existiert nicht mehr. Die gute Nachricht: Adobe hat die Lizenznachweise weiterhin im System – selbst für sehr alte Käufe.

    So bin ich vorgegangen – und das hat bisher immer funktioniert:
    An Adobe wenden: Einfach eine E-Mail an copyright-stock@adobe.com.

    Alle relevanten Infos mitschicken:
    • Bildnummer (sofern bekannt)
    • Kaufdatum oder Uhrzeit (falls noch vorhanden)
    • Case ID (erleichtert die Klärung)

    In allen meinen bisherigen Fällen hat Adobe den Fall direkt mit Copytrack oder dem jeweiligen Rechteverwerter geklärt und ich bekam kurze Zeit später nur noch die Info: „Fall erledigt“ – ohne weitere Diskussion.

    Ich hoffe, das hilft!

    3 replies

    Miralila
    MiralilaCorrect answer
    Participant
    August 11, 2025

    Als Agentur sind wir inzwischen mehrfach mit Abmahnungen von Copytrack, Commonwealth Legal Services oder ähnlichen Dienstleistern konfrontiert worden. Diese Schreiben sind vor allem eines: lästig. Oft geht es um Bildlizenzen, die wir rechtmäßig erworben haben – nur liegt der Kauf schon Jahre zurück und der Nachweis ist nicht mehr direkt zur Hand.

    In vielen unserer Fälle stammten die Bilder noch aus der Zeit von Fotolia. Fotolia wurde längst von Adobe Stock übernommen, die alte Plattform existiert nicht mehr. Die gute Nachricht: Adobe hat die Lizenznachweise weiterhin im System – selbst für sehr alte Käufe.

    So bin ich vorgegangen – und das hat bisher immer funktioniert:
    An Adobe wenden: Einfach eine E-Mail an copyright-stock@adobe.com.

    Alle relevanten Infos mitschicken:
    • Bildnummer (sofern bekannt)
    • Kaufdatum oder Uhrzeit (falls noch vorhanden)
    • Case ID (erleichtert die Klärung)

    In allen meinen bisherigen Fällen hat Adobe den Fall direkt mit Copytrack oder dem jeweiligen Rechteverwerter geklärt und ich bekam kurze Zeit später nur noch die Info: „Fall erledigt“ – ohne weitere Diskussion.

    Ich hoffe, das hilft!

    Abambo
    Community Expert
    Community Expert
    August 11, 2025
    quote

    Als Agentur sind wir inzwischen mehrfach mit Abmahnungen von Copytrack, Commonwealth Legal Services oder ähnlichen Dienstleistern konfrontiert worden. Diese Schreiben sind vor allem eines: lästig. Oft geht es um Bildlizenzen, die wir rechtmäßig erworben haben – nur liegt der Kauf schon Jahre zurück und der Nachweis ist nicht mehr direkt zur Hand.


    By @Miralila

    Darauf spekulieren diese Dienste. Es ist einfach gesagt »Abzocke«, um nochmals Geld für eine bereits bezahlte Leistung zu schinden. Ich würde mal annehmen, dass diese »Agenturen« ganz genau wissen, was sie tun, und dass die Leistung schon abgegolten ist. 

     

    quote

    In allen meinen bisherigen Fällen hat Adobe den Fall direkt mit Copytrack oder dem jeweiligen Rechteverwerter geklärt und ich bekam kurze Zeit später nur noch die Info: „Fall erledigt“ – ohne weitere Diskussion.


    By @Miralila

    Natürlich wäre es interessant, bei wiederholter »Anfrage« der Dienstleister einfach eine Rechnung zu schicken, als Aufwandsentschädigung. 

     

    Vielen Dank für die Dokumentation der Vorgehensweise, welche zum Erfolg führt.

    ABAMBO | Hard- and Software Engineer | Photographer
    ff64184817
    Participant
    March 5, 2023

    Ich möchte diese Frage auch nochmal pushen.
    Ich kann zwar in meinen Account gehen und dort in der Lizenzübersicht nachsehen. Aber diese Seite könnte ja jederzeit "verschwinden". Selbst ein Screenshot würde nicht ausreichen, da ja nirgendwo mein Account zu der Lizenzübersicht dargestellt wird. Screenshots wäre auch bei einem Monatsabo mit bis zu 750 Bildern unpraktikabel.

    Also die Frage an Adobe, wie kann ich den Lizenzerwerb nachweisen?

    Man müsste doch lediglich ein Dokument mit Bildern, Nummer und Downloaddatum im Rahmen des Abos zur Verfügung stellen...

    Abambo
    Community Expert
    Community Expert
    March 5, 2023
    quote

    Ich kann zwar in meinen Account gehen und dort in der Lizenzübersicht nachsehen. Aber diese Seite könnte ja jederzeit "verschwinden".


    By @ff64184817

    Wieso sollte die Seite jederzeit verschwinden?

     

    Ich weiß nicht, ob Teams oder Enterprise Kunden etwas mehr Reporting zur Verfügung haben.

     

    Es wäre allerdings sicherlich interessant, wenn man die Lizenzen als CSV liste downloaden könnte. Aber Sie müssen sich aber auch intern Gedanken machen, wie Sie die Nutzung der Bilder dokumentieren. Und da hilft es nicht, wenn Adobe ein Tool zur Verfügung stellen würde, um ihre Lizenzen zu dokumentieren. Sie müssen ja noch dokumentieren, für welchen Kunden Sie etwas benötigt haben.

     

    Sollten Sie an einen Abmahner geraten, der Sie oder Ihre Kunden abmahnt, obwohl Sie die Bilder ordentlich lizenziert haben, sollten Sie das an Adobe weiterleiten. Der Abmahnende könnte damit nämlich sein Contributor Agreement verletzen. Der Abmahnende hat auch keinen Einblick in die internen Adobe Daten, ich weiß also nicht, ob Sie je ein Bild von mir lizenziert haben oder nicht. Insofern ist, meines Wissens nach, eine Abmahnung auf gut Glück eigentlich nicht rechtens.

    ABAMBO | Hard- and Software Engineer | Photographer
    photomontana
    Participant
    November 12, 2024

    "Wieso sollte die  Seite ... verschwinden...?"

    Kurze Erinnerung an vergangene Zeiten: wer früher bei fotolia.com Bilder im Auftrag seiner Kunden lizensieert hat, konnte das in Form von Unteraccounts machen, so war online eindeutig dokumentiert, für welche Kundne hier Bilder lizensiert wurden. In meiner Lizenzübersicht bei Adobe Stock, dass das Geschäft von Fotolia übermommen hat, fehlen diese Lizensierungen komplett Sollten meine zahlreichen Kunden von vor 2019 Abmahnungen erhalten, habe ich ein echtes Problem. Denn ich habe Dank Adobe keinen online Zugrif auf die damaligen Lizensierungen und Zuordnungen zu den jeweiligen Kunden. 

    Ich verstehe auch nicht, warum es Adobe nicht möglich macht, etwa wie es bei myfonts.com möglich ist, die jeweilige Lizensierung einem Kundennamen/Firmennamen zuzuordnen. "Lizensiert für..." myfonts schreibt das auch in die jeweilge Rechnung und macht es so möglich, den Vorgang auch analog zu archivieren. Sollten Abmahnwellen zunehmen, wird Adobe spüren, dass es sich auf das (abo-)Geschäft auswirkt, vielleicht passiert dann etwas zum Schutz der vielen Gestaltungsbüros und Agenturen, die letztlich das Geschäft für Adobe Stock generieren.
    Freue mich über Kommentare, gern von ADOBE.

    Abambo
    Community Expert
    Community Expert
    May 26, 2019

    Die Abmahnungen sind ein deutsches Phenomen. Abmahnungen werden desöftern nach Adressliste verschickt. Ausserdem gibt es da noch die Verwertungsgesellschaften. Jetzt hängt es davon ab, wie und von wem die Abmahnungen verschickt werden. Verwertungsgesellschaften haben Privilegien. Die müssen nämlich nicht ihre Behauptungen beweisen sondern sie müssen vom « Kunden » widerlegt werden.

    Andere Abmahner sind entweder die Autoren selbst oder Konkurenten. Beiden sollte man widersprechen.

    »Unsere Agentur xy hat in ihrem Namen in unserem Auftrag die beanstandeten Bilder bei Adobe stock lizensiert.« Hiermit und mit einem Verweis auf die Adobelizensbedingungen dürften 99% der Abmahnungen gestorben sein.

    Der Rest wird sich mit der Bild-id befrieden lassen. Serienabmahnern sollte man die eigenen Bemühungen in Rechnung stellen.

    Übrigends: Dass jemand etwas behauptet heisst noch immer nicht, dass es so ist, im Falle des Falles liegt die Beweislast bei dem Abmahner.

    Um die Gegenbeweise zu erleichtern, ist eine rigureuse Dokumentation notwendig. Welches Bild wurde wann für welchen Kunden lizensiert. Mit einer solchen Liste kannst Du die Liste für den Kunden generieren, wenn erforderlich.

    Meine Erfahrung zeigt, dass die meisten Abmahner ins Blaue hinein und seriel abmahnen. Irgend jemand wird schon bezahlen und somit das System finanzieren. Dies insbesondere, wenn nicht ein bestimmtes Bild sondern Bilder allgenein beanstandet werden. Zur Aufgabe des Abmahners gehört nämlich auch recht prezise den Verstoss zu beanstanden.

    ABAMBO | Hard- and Software Engineer | Photographer